Küche & Haushalt

Saisonkalender Obst und Gemüse

Kurz & klar

Der Saisonkalender zeigt, welches Obst und Gemüse in welchem Monat aus heimischem Anbau kommt. Im Sommer ist das Angebot laut Verbraucherzentrale am größten, im Winter dominieren Kohl, Wurzelgemüse sowie Lager-Äpfel und -Birnen. Die Tabelle fasst eine Auswahl nach Monaten zusammen und ergänzt sie um Smoothie-Ideen für jede Jahreszeit.


Von der Redaktionaktualisiert am 03.11.2026So vergleichen wir

Warum Saison beim Einkauf zählt

Saisonales Obst und Gemüse aus der Region ist frisch, hat kurze Transportwege und schmeckt oft besser. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) und die Verbraucherzentralen pflegen Saisonkalender, die zeigen, was gerade aus heimischem Anbau kommt. Der Kalender des BZfE unterscheidet Monate mit großem Angebot aus heimischem Anbau, mit starken Importen und mit geringen Importen (Quelle 1).

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Obst und Gemüse im Freiland, unter Folie oder im Gewächshaus wachsen und dass manche Sorten nach der Ernte gelagert werden (Quelle 2). Saison ist also kein starres Raster. Frisch aus dem Beet, Lagerware und geschützter Anbau gehen ineinander über.

Der Monatskalender im Überblick

Die Tabelle fasst eine Auswahl der Monatsseiten der Verbraucherzentrale zusammen (Quelle 2). Sie zeigt gängige Sorten, keine vollständige Liste. Je nach Region und Wetter kann sich der Start einer Saison um einige Wochen verschieben. Wer es ganz genau braucht, schaut auf die Monatsseiten der Verbraucherzentrale.

Monat Gemüse (Auswahl) Obst aus Deutschland (Auswahl)
Januar Feldsalat, Grünkohl, Porree, Rosenkohl, Topinambur; Lager: Möhren, Rote Beete, Kürbis, Weißkohl Äpfel, Birnen (Lager)
Februar Feldsalat, Grünkohl, Porree, Rosenkohl, Topinambur; Lager: Möhren, Rote Beete, Kürbis, Wirsing Äpfel, Birnen (Lager)
März Feldsalat, Kopfsalat, Radieschen, Rucola, Spargel, Rhabarber; Lager: Möhren, Rote Beete, Rotkohl Äpfel (Lager)
April Spargel, Spinat, Radieschen, Kohlrabi, Frühlingszwiebeln, Blumenkohl, Rhabarber Äpfel (Lager)
Mai Spargel, Spinat, Radieschen, Kohlrabi, Fenchel, Brokkoli, Salate, Tomaten, Gurke Erdbeeren, Äpfel (Lager)
Juni Erbsen, Zucchini, Gurke, Blumenkohl, Brokkoli, Fenchel, Möhren, Spinat Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Süßkirschen, Aprikosen, Stachelbeeren
Juli Tomaten, Zucchini, Paprika, Gurke, Aubergine, Bohnen, Kohlrabi, Kürbis Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Pfirsich, Mirabellen, Kirschen
August Tomaten, Zucchini, Paprika, Zuckermais, Aubergine, Bohnen, Kürbis Pflaumen und Zwetschgen, Pfirsiche und Nektarinen, Trauben, Äpfel, Birnen, Beeren
September Kürbis, Tomaten, Paprika, Möhren, Rote Beete, Blumenkohl, Brokkoli, Mangold Äpfel, Birnen, Trauben, Pflaumen und Zwetschgen, Brombeeren
Oktober Kürbis, Rosenkohl, Grünkohl, Möhren, Rote Beete, Fenchel, Spinat, Topinambur Äpfel, Birnen, Quitten, Trauben
November Grünkohl, Rosenkohl, Feldsalat, Spinat, Möhren, Rote Beete, Fenchel, Pastinaken Quitten; Lager: Äpfel, Birnen
Dezember Feldsalat, Grünkohl, Rosenkohl, Porree, Topinambur; Lager: Möhren, Rote Beete, Kürbis Äpfel, Birnen (Lager)

Auffällig: Von November bis März ist das Obstangebot aus heimischem Anbau schmal. Die Verbraucherzentrale nennt in diesen Monaten vor allem Äpfel und Birnen als Lagerobst und Quitten im Herbst (Quelle 2). Beim Gemüse bleibt die Auswahl dagegen auch im Winter groß, vor allem durch Kohl, Wurzelgemüse und Lagerware wie Kürbis, Möhren und Zwiebeln.

Frühling: Spinat, Spargel und die ersten Erdbeeren

Im Frühling kommen die zarten Sorten: Spinat, Radieschen, Kohlrabi und Spargel. Erdbeeren tauchen laut Verbraucherzentrale im Mai auf (Quelle 2). Dazwischen bleibt oft Lager-Apfel die einzige Obstquelle aus Deutschland.

Smoothie-Ideen für den Frühling

  • Grüner Start: Spinat, Apfel, Zitronensaft und Wasser
  • Frühlingsfrisch: Kohlrabi, Apfel, Petersilie und etwas Haferflocken
  • Erdbeer-Joghurt: Erdbeeren, Joghurt und eine kleine Handvoll Haferflocken

Sommer: Beeren, Steinobst und Tomaten

Im Sommer ist die Auswahl am größten. Die Verbraucherzentrale listet im Juli und August bis zu 15 Obstsorten aus Deutschland, darunter Aprikosen, Pfirsiche, Mirabellen, Heidelbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren (Quelle 2). Das ist die Zeit für fruchtige Smoothies und Eis am Stiel.

Smoothie-Ideen für den Sommer

  • Beerenmix: Himbeeren, Johannisbeeren und Joghurt
  • Pfirsich-Heidelbeere: Reife Pfirsiche mit Heidelbeeren und Wasser oder Pflanzendrink
  • Gurke-Minze: Gurke, Apfel, Minze und Zitrone als erfrischender Drink

Herbst: Kürbis, Trauben und Pflaumen

Im Herbst reifen Pflaumen, Trauben, Äpfel und Birnen. Beim Gemüse übernehmen Kürbis, Möhren und Rote Beete. Wer Kürbis im Smoothie verwenden möchte, gart ihn vorher.

Smoothie-Ideen für den Herbst

  • Birne-Spinat: Birne, Spinat, Zitronensaft und Wasser
  • Trauben-Apfel: Trauben, Apfel und ein Schuss Joghurt
  • Möhre-Apfel: Möhre, Apfel, etwas Ingwer und Orangensaft

Winter: Kohl, Wurzeln und Lagerobst

Im Winter gibt es Grünkohl, Rosenkohl, Feldsalat und Porree. Dazu kommen Lagerware wie Möhren, Rote Beete, Kürbis und Zwiebeln (Quelle 2). Obst bleibt auf Lager-Äpfel und -Birnen beschränkt. Wer im Winter Smoothies mixen möchte, greift zu diesen Sorten oder kombiniert sie mit tiefgekühlten Beeren.

Smoothie-Ideen für den Winter

  • Feldsalat-Birne: Feldsalat, Birne, Haferflocken und Wasser
  • Rote-Beete-Apfel: Rote Beete (gegart), Apfel, Orangensaft
  • Möhre-Birne: Möhre, Birne, Haferflocken und Pflanzendrink

Tiefgekühlte Beeren

Das BfR rät, tiefgekühlte Beeren vor dem Verzehr gründlich zu erhitzen, um hitzestabile Viren abzutöten (Quelle 3). Das betrifft Smoothies mit gefrorenen Beeren, die nicht erhitzt werden. Für Kinder unter fünf Jahren, Schwangere, ältere Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem ist das besonders relevant.

Saison-Einkauf im Alltag

  • Lagerung beachten: Das BfR empfiehlt höchstens 7 °C im Kühlschrank (Quelle 3). Manche Sorten wie Bananen, Kartoffeln, Gurken oder Paprika gehören laut KErn Bayern nicht in den Kühlschrank (Quelle 4).
  • Einfrieren statt wegwerfen: Gemüse und Obst halten sich laut BfR im Gefrierfach bei -18 °C 6 bis 12 Monate, gegartes oder blanchiertes Gemüse bis zu 12 Monate (Quelle 3).
  • Mehr Abwechslung: Die DGE empfiehlt mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag (Quelle 5). Der Saisonkalender hilft, jeden Monat etwas Neues zu probieren.

Lagerware richtig aufbewahren

Gerade im Winter kommt viel Gemüse aus dem Lager. Dazu zählen laut Verbraucherzentrale Möhren, Rote Beete, Kürbis, Kartoffeln, Zwiebeln und verschiedene Kohlsorten (Quelle 2). Bewahre sie kühl und dunkel auf. Kartoffeln gehören nach KErn Bayern nicht in den Kühlschrank (Quelle 4). Äpfel und Birnen reifen unterschiedlich nach, trenne sie von empfindlichem Gemüse, damit nichts schneller verdirbt.

Saison oder regional? Ein Unterschied

Saisonal heißt, dass etwas gerade Erntezeit hat. Regional heißt, dass es aus deiner Nähe kommt. Beides fällt oft zusammen, muss aber nicht. Der BZfE-Kalender unterscheidet deshalb Monate mit großem Angebot aus heimischem Anbau von Monaten mit starken oder geringen Importen (Quelle 1). Wenn du auf Regionalität achtest, hilft dir diese Unterscheidung im Alltag.

Tipps für den Wochenmarkt

  • Beginne mit den Sorten, die in der Tabelle für den aktuellen Monat stehen.
  • Frage nach der Herkunft, wenn sie nicht ausgeschildert ist.
  • Kaufe kleine Mengen häufiger, statt große Vorräte, die du nicht schaffst.
  • Reife Beeren und Steinobst am selben oder nächsten Tag verarbeiten.

Fazit

Ein Saisonkalender nimmt dir die Planung ab. Im Sommer gibt es Obst im Überfluss, im Winter vielfältige Kohlsorten und Wurzeln. Für Smoothies bedeutet das: Passe die Zutaten an den Monat an. Passende Geräte findest du im Smoothie-Maker-Vergleich. Mehr Beiträge gibt es im Magazin, Fachbegriffe im Glossar.

Quellen

  1. Der Saisonkalender, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) / Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).
  2. Verbraucherzentrale, Monatsseiten „Welches Gemüse hat im [Monat] Saison?“: Übersicht Saisonkalender, Januar, März, Mai, Juli, August, Oktober, Dezember (weitere Monate analog).
  3. Vorkochen für mehrere Tage: Fragen und Antworten, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).
  4. Kühlschrank-Check: Lebensmittel richtig lagern, KErn Bayern.
  5. Gut essen und trinken: Die DGE-Empfehlungen, Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Passende Mixer Anzeige

Philips 5000 (1200 W)

Philips 5000 (1200 W)

Verfügbarkeit prüfen*

Braun PowerBlend 9 (JB9040)

Braun PowerBlend 9 (JB9040)

Verfügbarkeit prüfen*

Philips 5000 Becher (800 W)

Philips 5000 Becher (800 W)

Verfügbarkeit prüfen*