Kurz & klar
Für Erdnussbutter röstest du 400 g geschälte Erdnüsse 15 bis 20 Minuten bei 180 Grad, lässt sie abkühlen und mixt sie mit Pausen zu einer cremigen Butter. Salz und Öl sind optional. Im Kühlschrank hält sie laut Utopia etwa einen Monat; passende Geräte stehen bei den Hochleistungsmixern für Nussmus.
Von der Redaktionaktualisiert am 03.11.2026So vergleichen wir
Erdnussbutter besteht im Kern aus Erdnüssen, und mehr braucht es nicht. Gekaufte Gläser enthalten oft Zucker, Salz und zusätzliches Pflanzenfett; selbst gemacht entscheidest du das. Der Weg ist kurz: rösten, abkühlen, mixen. Hier steht, wie du cremig oder crunchy wirst, wann Salz und Öl Sinn ergeben und wie lange das Glas hält.
Erdnussbutter selber machen
Zutaten
- 400 g geschälte, ungesalzene Erdnüsse
- optional: 1 Prise Salz oder Meersalz nach Geschmack
- optional für mehr Cremigkeit: 3 bis 5 EL neutrales Pflanzenöl oder Erdnussöl
Zubereitung
- Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Erdnüsse einlagig auf einem Backblech ohne Backpapier etwa 15 bis 20 Minuten goldgelb rösten.
- Die Erdnüsse vollständig abkühlen lassen. Für crunchy eine Handvoll beiseitelegen.
- Die übrigen Erdnüsse im Mixer mahlen, zwischendurch pausieren und die Masse von den Wänden schaben. Je länger gemixt wird, desto cremiger wird sie.
- Salz und, wenn gewünscht, Öl zugeben und glatt mixen.
- Für crunchy die beiseitegelegten Erdnüsse grob hacken und unterrühren.
- In ein sauberes, ausgekochtes Glas füllen und verschließen.
Cremig oder crunchy: so steuerst du die Textur
Cremige Erdnussbutter entsteht durch lange Mixzeit. Die Erdnüsse werden zuerst zu Pulver, dann zu Paste, bis das Öl austritt und die Masse fließt. Utopia beschreibt, dass die Butter umso cremiger wird, je länger du mixt, und rät, den Mixer nicht durchgehend laufen zu lassen, sondern zwischendurch die Masse von den Seiten zu schaben (Quelle 1).
Für Crunchy-Varianten legst du vor dem Mixen eine Handvoll gerösteter Erdnüsse beiseite, hackst sie grob und rührst sie am Ende unter. Die Quelle nennt Crunchy als Geschmacksoption, ohne Methode zu beschreiben (Quelle 1); die Vorgehensweise hier ist unser Vorschlag. So bleiben die Stücke ganz und du kannst die Menge dosieren.
Salz: ja oder nein?
Das Grundrezept in Quelle 1 kommt ohne Salz aus. Für die salzige Variante nennt sie Meersalz nach Geschmack. Mit Salz schmeckt Erdnussbutter intensiver, und du hast die Kontrolle über die Menge, was bei Fertigprodukten oft nicht der Fall ist. Fang mit einer Prise an, schmecke ab und salze nach. Nimm lieber ungesalzene Erdnüsse als Ausgangsprodukt, sonst addieren sich die Salzmengen.
Öl: ja oder nein?
Ein bewusstes Nein ist möglich: Erdnüsse enthalten selbst viel Fett. Ohne Zugabe dauert es länger, bis die Masse cremig wird, und du musst mehr schaben. Mit Öl geht es schneller und die Konsistenz wird weicher. Utopia nennt drei bis fünf Esslöffel neutrales Pflanzenöl oder Erdnussöl, wenn du es cremig willst (Quelle 1). Nimm nur so viel, wie nötig ist, und gieße es löffelweise zu.
Erst ohne Öl probieren
Mixe zuerst ohne Öl, mit Pausen und Schaber. Wird die Masse trotz Geduld nicht fließend, gib einen Esslöffel Öl dazu und warte ab. So hältst du die Menge klein.
Welche Erdnüsse nehmen?
Wichtig sind frische, geschälte Erdnüsse. Alte Nüsse schmecken ranzig und bitter. Die Quelle arbeitet mit 400 g geschälten Erdnüssen (Quelle 1). Röste sie einlagig goldgelb und lass sie komplett abkühlen. Vermeide dunkle, verbrannte Stücke, sie schmecken bitter. Erdnüsse zählen zu den häufigen Allergenen; beachte das, wenn du das Glas weitergibst oder Gäste bewirtest.
Varianten
- Scharf: Salz, Paprika- oder Chilipulver unterrühren, so schlägt es Quelle 1 vor.
- Süß: Ahornsirup oder Honig nach dem Mixen einrühren.
- Kakao: 1 bis 2 EL ungesüßtes Kakaopulver mitmixen.
- Mit Zimt oder Vanille: Für Müsli und Porridge.
Fehler und Lösungen
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Bleibt krümelig | Zu kurz gemixt | Weitermixen, schaben, Pausen einlegen |
| Wird zu fest | Zu wenig Öl oder abgekühlt | Einen Löffel Öl unterrühren |
| Wird zu flüssig | Zu viel Öl | Im Kühlschrank fester werden lassen |
| Schmeckt bitter | Zu dunkel geröstet | Heller rösten |
| Mixer wird heiß | Dauerbetrieb | Pausen von einigen Minuten |
Haltbarkeit
Utopia nennt für selbstgemachte Erdnussbutter etwa einen Monat im Kühlschrank in einem fest verschlossenen Glas, die Gläser können zuvor sterilisiert werden. Eingefroren hält sie laut Quelle etwa drei Monate; zum Auftauen in den Kühlschrank stellen und gut durchrühren (Quelle 1). Das ist eine vorsichtige Angabe, die sich als Richtschnur eignet. Entnimm die Butter immer mit sauberem Löffel, und wirf sie bei ranzigem Geruch oder Schimmel weg. Absetzendes Öl kannst du unterrühren.
Nährwerte (Richtwert)
Utopia führt für Erdnussmus rund 594 kcal, 26,3 g Eiweiß und 48,5 g Fett pro 100 g (Quelle 2). Woher die Zahlen stammen, nennt die Seite nicht; nimm sie als Orientierung. Gekaufte Produkte können wegen Zusätzen abweichen, deine Variante ist je nach Öl- und Salzzugabe anders.
Welcher Mixer passt?
Der WMF Kult Pro im Gerätekasten hat laut Herstellerangaben 1.200 W, bis zu 30.000 U/min und einen 1,2-Liter-Mixkrug aus Tritan. Einen Stampfer und eine Nussmus-Freigabe nennen die Herstellerangaben nicht. Für 400 g Erdnüsse ist ein 1,2-Liter-Krug knapp; mixe kleinere Portionen und schabe oft. Ob dein Gerät trockene Nüsse und längere Laufzeiten mitmacht, steht in der Anleitung. Mehr zur Marke: WMF.
Häufige Fragen
Brauche ich Öl für selbstgemachte Erdnussbutter?
Nein. Erdnüsse enthalten selbst viel Fett. Mit Öl wird die Butter aber schneller cremig; Utopia nennt drei bis fünf Esslöffel. Probiere erst ohne Öl und gib bei Bedarf löffelweise welches dazu.
Wie lange hält selbstgemachte Erdnussbutter?
Laut Utopia etwa einen Monat im Kühlschrank im fest verschlossenen Glas, eingefroren etwa drei Monate. Entnimm sie mit sauberem Löffel und entsorge sie bei ranzigem Geruch oder Schimmel.
Wie wird Erdnussbutter crunchy?
Lege vor dem Mixen eine Handvoll gerösteter Erdnüsse beiseite, hacke sie grob und rühre sie am Ende unter die cremige Butter. Diese Methode ist unser Vorschlag, die Quelle nennt Crunchy nur als Option.
Muss ich Erdnussbutter salzen?
Nein, das Grundrezept kommt ohne Salz aus. Mit einer Prise Meersalz schmeckt sie intensiver. Nimm ungesalzene Erdnüsse, dann behältst du die Kontrolle über die Menge.
Welcher Mixer eignet sich für Erdnussbutter?
Ein kräftiger Mixer mit Pausenzeit, am besten mit Stampfer oder Schaber. Eine Quelle empfiehlt eine Küchenmaschine oder einen leistungsstarken Standmixer. Prüfe, ob dein Hersteller trockene Nüsse freigibt.
So verwendest du Erdnussbutter
Klassisch aufs Brot, in den Porridge oder in den Smoothie. Auch Soßen für asiatische Gerichte lassen sich mit einem Löffel Erdnussbutter binden. Verdünne sie mit etwas Wasser, Limettensaft und Sojasoße, dann hast du in einer Minute eine Soße zum Dippen. Für Müsli und Joghurt reicht ein Teelöffel, weil Erdnussbutter sehr energiedicht ist.
Wenn du das Glas verschenkst, schreibe das Datum und die Zutaten auf das Etikett. Weise bei Erdnüssen auf das Allergen hin. Das ist freundlich und verhindert Missverständnisse. Wie du den Mixer nach dem Mus reinigst, steht im Ratgeber Standmixer reinigen: Fettreste lösen sich mit heißem Wasser und einem Tropfen Spülmittel.
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Das Grundprinzip steht im Rezept Nussmus selber machen. Geräte für zähe Massen findest du bei den Hochleistungsmixern für Nussmus, bei der Auswahl hilft der Mixer-Finder. Unsere Datenbasis erklärt Quellen & Methodik.
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Quellen
- Utopia: Erdnussbutter selber machen (Mengen, Röstung, Salz, Öl, Haltbarkeit), abgerufen 03.11.2026
- Utopia: Nussmus: Sortenvergleich und wie du es herstellst (Nährwerte als Richtwerte), abgerufen 03.11.2026
- Herstellerangaben WMF Kult Pro: Amazon-Produktseite, Stand 03.11.2026
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